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22.4.2021 • COVID-19, News

Eine wichtige Zusammenarbeit ist geboren

Im Bild: Mutual Help-Präsident Stefano Ruele, SAPS Präsident Paolo Bonvicini

Pressemitteilung

Vor Kurzem hat in Videokonferenz die Mitglieder-Vollversammlung der Genossenschaft der privaten Erbringer von gesundheitlichen Leistungen „SAPS“ unter dem Vorsitz ihres Obmanns, Paolo Bonvicini stattgefunden. Bei dieser Gelegenheit wurde auf ein sehr bewegtes Jahr 2020 zurückgeblickt, das große Herausforderungen für die vertragsgebundene Medizin in Südtirol mit sich brachte.
So haben die 3 Privatkliniken Bonvicini, Villa Melitta und Villa Sant’Anna tatkräftig bei der Versorgung von Tausenden Covid-19-Patienten aus dem ganzen Land mitgeholfen. Das Zusammenspiel mit dem Öffentlichen Gesundheitsdienst hat dabei sehr gut funktioniert. Nichtsdestotrotz gibt es Baustellen, bei denen es notwendig sein wird, so sind sich 18 Mitgliederstrukturen des Zusammenschlusses der konventionierten Südtiroler Privatkliniken einig, eine Verbesserung der Zusammenarbeit im Sinne der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Lande einzufordern: es geht hier vor allem um das Informationssystem mit den sich immer wieder ergebenden lästigen Verzögerungen bei den Vormerkungen von fachärztlichen Leistungen, und um die dringend benötigte Vernetzung zwischen den öffentlichen Einrichtungen und privaten Leistungserbringern, um einerseits Wartelisten abzubauen und anderseits freie Plätze bei der Vormerkung zu vermeiden.
In Südtirol kommt nach wie vor der Großteil der Gesundheitsleistungen vom öffentlich finanzierten Südtiroler Sanitätsbetrieb, erinnert Paolo Bonvicini. Gemäß aktueller Datenlage werden in Südtirol derzeit nur knapp 3% der Sanitätsausgaben für vertragsgebundene Leistungen bei vertragsgebundenen Partnern verwendet.
Im Vergleich dazu: im Trentino sind es 12%, im Veneto 20% und in der Lombardei fast 30%.

Die akkreditierten privaten Einrichtungen in Südtirol erbringen seit der letzten Erhebung aus dem Jahre 2019 rund 7,5% aller Leistungen, was insgesamt rund 3% der Sanitätsausgaben entspricht.
In Südtirol sind demnach derzeit 32,8 Prozent der Patienten als chronisch krank eingestuft und benötigen rund 77% der finanziellen Ressourcen der Gesundheitsversorgung. Im Jahre 2019 wurden auch als Folge davon in Südtirols Privat-Kliniken rund 55.700 Aufnahmen und 56.200 ambulante Leistungen sichergestellt.

Insgesamt wurden von den 18 Mitgliedern der „SAPS“ im Jahre 2020, 77.500 ambulante, rehabilitative Leistungen inklusive Egotherapie, Logopädie, Laborproben, Radiologie erbracht.
Mit großer Freude konnte im Zuge der der Mitgliederversammlung auch von der Unterzeichnung des Abkommens der „SAPS“ und der Wechselseitigen Hilfsgesellschaft „Mutual Help“ berichtet werden. Dieses ist seit April 2021 in Kraft.

Ganz konkret handelt es sich hierbei um eine Rahmenvereinbarung, welche im sozio-sanitären Bereich Dienstleistungen für Bürger und vor allem von Arbeitnehmern aus zahlreichen Südtiroler Unternehmen garantiert. Gerade in einer aufgrund der vorherrschenden Pandemie so angespannten Situation durch die Aussetzung zahlreicher Dienste in den öffentlichen Krankenhäusern zeigt sich so „Mutual Help-Präsident“, Stefano Ruele, die Bedeutung eines lokalen ergänzenden Gesundheitsfonds. Dabei werden ganz gezielt Leistungen finanziert, die nicht im Öffentlichen Gesundheitsdienst aus unterschiedlichen Gründen erbracht werden können, und anderseits, bei denen für den Nutznießer eindeutig steuerliche oder beitragsmäßige Vorteile entstehen. Rund 20.000 Familien hierzulande nutzen schon aktuell diese Möglichkeit.

In diesem Zusammenhang spricht man von einer Ergänzung des Gesundheitsdienstes, mit dem Ziel, dass das Mitglied eine Beteiligung der Kosten, die nicht durch die „Krankenkasse“ gedeckt werden kann, erhält. So gelingt es einen weiteren lokalen Wirtschaftskreislauf in Gang zu setzen, betonen Paolo Bonvicini und Mutual Help-Direktor Klaus Gufler.